Spiel mit dem Bordstein-Renner

11.10.2014 Bordsteinrenner Keine Kommentare

Berliner Kinder in den Fünfzigern

von Manfred Heyde und Michael Spengler

Autorennen mit von Hand angeschobenen Rennwagenmodellen aus Druckguss, damals kurz als Renner bezeichnet, gehörten besonders in Berlin in den 1950er Jahren zu den bei Jungen beliebten Spielen auf der Straße. Rund um Berlin, in Brandenburg, gingen die Schieberenner ebenfalls auf die Rennstrecken [1], und im östlichen Niedersachsen brachte eine Mutter noch 1959 vom Einkauf ihrem krank zu Bett liegenden Sohn als Trost einen „Silberpfeil“ mit [2]. Erstaunlicherweise waren die Renner auch in Italien bekannt. Weiterlesen…

KBK – die unbekannten Renner aus Berlin (Teil 2)

28.04.2014 KBK 6 Kommentare

Die Geschichte der Firma KBK habe ich im ersten Teil ja bereits beschrieben. Im zweiten Teil möchte ich mich mehr mit den bekannten Modellen beschäftigen. Und eines möchte ich gleich vorwegnehmen. Auch am Ende dieses Artikels bleiben viele Fragen unbeantwortet. Ich möchte deshalb zunächst einmal die mir bekannten Fakten zum Sortiment zusammentragen und die Modelle mit Bildern vorstellen. Dabei werde ich besondere Aufmerksamkeit dem Rätsel der beiden verschiedenen Auto-Union-Modelle widmen und diese detailliert vergleichen. Weiterlesen…

Johannes Möbius und die Bordsteinrenner – neu

15.12.2013 Bordsteinrenner, Möbius 7 Kommentare

Ich gebe zu, es gab eine Zeit, da interessierte ich mich nicht sehr für die Kneterenner aus Berlin – wenn man die Tatsache, dass ich sie komplett ignorierte, so beschreiben kann. Die Rennwagen von Möbius waren die Ersten, die mir bei Ebay ab und zu über den Weg „fuhren“. Doch anfangs wurde mein Interesse durch den viel zu kleinen und platten Fahrer im Mercedes W196 Stromlinie gemindert. Aber mit der Zeit wuchs meine Neugier: Denn ich wusste, dass früher mit diesen Autos richtige Rennen auf den Straßen von Berlin gefahren worden waren – „getuned“ mit einer Knete- oder Bleifüllung. Weiterlesen…

Die vielen Leben des Cooper-Bristol (Teil 1)

28.06.2013 Modellgeschichte 2 Kommentare

Drei Cooper-Bristol – von Crescent Toys, Charbens und Dinky Toys (vl.n.r.)

Mich hat schon immer fasziniert wie unterschiedlich früher die Modellautohersteller die großen Vorbilder interpretierten. Und interessant ist es auch immer wieder, die kleinen Modifizierungen eines Herstellers zu finden, die er einem Modell angedeihen ließ. Der Cooper-Bristol selber hat eine interessante Geschichte und das Aussehen der Originale war ebenfalls sehr unterschiedlich. Als Vorlage für die Modellautos dürfte allerdings mit ziemlicher Sicherheit der Cooper-Bristol T20 gelten. Mit diesem Rennwagen holte Mike Hawthorn 1952 immerhin 10 WM-Punkte und wurde Dritter beim Großen Preis von Großbritannien und empfahl sich damit bei Enzo Ferrari. Der Formel 2-Rennwagen wurde von Cooper entwickelt und mit einem 2-Liter-Sechszylinder-Motor von Bristol ausgestattet. Basis für diese etwa 130 PS starken Motoren war der Motor des BMW 328. Weiterlesen…

Mahle oder Kibri?

11.05.2013 Bordsteinrenner 6 Kommentare

Eigentlich war mir schon lange klar wie die Sache ausgehen würde. Und schön, dass es jetzt endlich ein für alle mal geklärt werden konnte. Worum geht es? Regelmäßig findet man Modelle eines Auto-Union-Rennwagen, die irgendwie sehr leicht sind. Es handelt sich um den Typ C mit einer Stromlinienkarosserie, mit dem viele Geschwindigkeitsweltrekorde gefahren wurden, wie auch Rennen. Die Modelle besitzen Räder aus Metall und sind trotzdem leichter als die gleichen Modelle von Märklin beispielsweise. Das liegt daran, dass sie aus Magnesium bestehen. Eines der Metalle, die sich für das Druckgussverfahren eignen. Und schon an dieser Stelle hätte man stutzig werden müssen. Aber dazu später mehr. Weiterlesen…

KBK – die unbekannten Renner aus Berlin (Teil 1)

05.05.2013 Bordsteinrenner, KBK 1 Kommentar

Als mich ein Forist und Freund aus den USA im Herbst 2011 darauf aufmerksam machte, dass ich eine interessante Diskussion im Forum von Toycollector verpassen würde, ahnte ich nicht welch spannende Geschichte damit beginnen würde. Natürlich war ich neugierig geworden und sah mir den Beitrag über „Auto-Union Type A ‚long-tail‘ racing car model“ an. Dieser enthielt einem Verweis auf einen Blog-Artikel mit dem Titel „The mystery of the Auto-Union model racing cars“. Die Autos, die ich nun sah, hatte ich schon ein- oder zweimal gesehen, konnte sie aber auch nicht einordnen. Weiterlesen…

Herzlich wilkommen auf meinem neuen Blog!

05.05.2013 Blog-News 1 Kommentar

Das Fotografieren meiner Rennwagenmodelle ist meine große Leidenschaft und manche haben vielleicht schon mal das eine oder andere Foto eines meiner Rennwagen im Internet gesehen. Bei der Jagd nach seltenen Modellen, beim Sammeln und durch den Blick durch die Kamera kann man viel entdecken. Und obwohl in der Vergangenheit viele Bücher zum Thema Modellautos geschrieben wurden, sind viele interessante Fakten zum Thema einfach nicht bekannt. Oft wurden auch Modelle falsch bezeichnet oder ihre Produktion einige Jahre zu früh angesetzt.

Doch heute gibt es das Internet und der Austausch von Informationen und Know-How und insbesondere der Vergleich von Modellen ist oft nur noch Minutensache. Gerne habe ich mich bisher an Diskussionen in verschiedenen Foren in Großbritannien, Frankreich und den USA beteiligt. Doch nun möchte ich also mit einem eigenen Blog etwas umfangreicher und detaillierter einige interessante Dinge beschreiben, auf die ich während des Sammelns gestoßen bin. Und ich hoffe einige Leser zu finden, die interessiert sind und wiederum gewillt sind ihr Wissen ebenso weiter zu geben und mit hilfreichen Kommentaren meine Artikel zu ergänzen oder auch zu korrigieren.

In den nächsten Monaten werde ich einige Themen in Angriff nehmen, über die ich schon lange schreiben möchte. Dazu gehören die wunderbaren KBKs und Möbius aus Berlin, ein weiterer bisher unbekannter Hersteller aus Berlin mit Modellen die meist Möbius zugeschrieben wurden, die Magnesium-Rennwagen von Mahle – oder doch Kibri? – und vieles mehr. Ich werde Vergleiche anstellen, Vermutungen äußern und Thesen aufstellen. Und bin gespannt auf Ihre Reaktionen.

Viel Spaß beim Lesen!