KBK – die unbekannten Renner aus Berlin (Teil 2)

28.04.2014 KBK 6 Kommentare

Die Geschichte der Firma KBK habe ich im ersten Teil ja bereits beschrieben. Im zweiten Teil möchte ich mich mehr mit den bekannten Modellen beschäftigen. Und eines möchte ich gleich vorwegnehmen. Auch am Ende dieses Artikels bleiben viele Fragen unbeantwortet. Ich möchte deshalb zunächst einmal die mir bekannten Fakten zum Sortiment zusammentragen und die Modelle mit Bildern vorstellen. Dabei werde ich besondere Aufmerksamkeit dem Rätsel der beiden verschiedenen Auto-Union-Modelle widmen und diese detailliert vergleichen.

Doch beginnen möchte ich mit den restlichen bekannten Modellen und Prototypen, die ich hier zunächst auflisten möchte:

• Auto-Union-Rennwagen KBK 1300
• Auto-Union-Rennwagen KBK B1300
• Buick Special Sedan KBK B1310
• Großer Buick mit Fließheck ohne Artikelnummer
• Hanomag Zugmaschine KBK B1350

Das nach dem Auto Union KBK B1300 heute noch am häufigsten anzutreffende Modell ist ein Buick Special Sedan mit der Modellnummer KBK B1310.

Der hier abgebildete Buick hat wahrlich eine Weltreise hinter sich und sieht dabei noch außergewöhnlich gut aus. Selten sind die Buicks von KBK so gut erhalten. Nachdem Kurt Becker, vermutlich inspiriert durch die beeindruckenden amerikanischen Straßenkreuzer, den Buick vermutlich ab 1947 produzierte, fand dieser guten Absatz. Und war offensichtlich auch ein willkommenes Mitbringsel für die Kinder der in Berlin stationierten GIs. So machte sich dieses Exemplar auf den weiten Weg über den Teich und kehrte nach über 60 Jahren nach Deutschland zurück. Und nicht nur nach Deutschland, nein. Er befindet sich nun wieder im Besitz der Familie Becker. Der Sohn Jürgen Becker konnte dieses schöne Exemplar von einem Sammler aus Augsburg erwerben.

Der ca. 8,5 cm lange Buick wurde möglicherweise in vielen Farbversionen verkauft. Es sind rote, blaue, hell- und dunkelgrüne Exemplare sowie silberne bekannt. Alte Fotos aus der Produktionszeit der KBK legen den Schluss nahe, dass es zumindest geplant war, weitere – auch zweifarbige – Versionen zu verkaufen. Bemerkenswert ist das Foto eines verchromten oder möglicherweise vernickelten Exemplars. Von Möbius ist ja inzwischen ebenfalls ein vernickelter Mercedes W25 bekannt. Dass der abgebildete Buick lediglich poliert ist, halte ich für unwahrscheinlich. Das Polieren hätte die durch teilweisen Kaltfluss verursachten Riefen in der Oberfläche kaum beseitigen können (siehe auch Detailbild Innenseite mit Logo und Artikelnummer).

Im Besitz von Günter Becker –  einem Sohn Kurt Beckers – befindet sich außerdem der Prototyp einer Cabriolet-Version des Buicks. Der Tüftler und Bastler Kurt Becker dachte offenbar daran, das Sortiment zu erweitern und schuf dieses Cabriolet mit Bodenblech, Sitzbank, Armaturenbrett und Lenkrad. Allerdings blieb dieses Modell ein Einzelstück. Ebenso vermutlich dessen zweifarbige Lackierung.

Die meisten der kleinen Buicks leiden nicht an der Zinkpest. Aber es gibt sie auch bei diesen Modellen. Und da in diesem Falle die Achslager oft einfach abgebrochen sind, fehlen häufig die Achsen mit den Gussfelgen und Gummireifen.

Zweifellos war der Buick ein beliebtes Modell. Und das war wohl auch der Grund für Kurt Becker, einen größeren Buick mit Uhrwerk zu entwickeln. Zwei Exemplare des etwa 11,5 cm langen Buicks mit Fließheck befinden sich im Besitz von Günter Becker. Keiner der beiden ist komplett, aber es gibt vier Bodengruppen, die zu den Karosserien passen. Der größere Maßstab ermöglichte eine wesentlich detailreichere Form. Und die Vorderseite des Modelles ist beeindruckend.

Zunächst wollte Kurt Becker offensichtlich den Buick mit Fließheck genau so wie den „Kleinen“ herausbringen. Ohne Bodenblech und ohne Antrieb. Die Ansätze von Stegen für die Achslager wie bei dem kleineren Buick sind noch erkennbar. Als man aber einen Antrieb integrieren wollte, war das nur mit einem Bodenblech möglich. Da waren die Stege im Weg und wurden in der Form beseitigt. Es wurde ein Bodenblech entwickelt mit einer Drehschemellenkung, einem Festellhebel für das Hinterrad und einem Uhrwerk als Antrieb, welches Ernst Plattner in seiner Zeitschrift „Epoche“ als ein PW-Uhrwerk (Paul Weiß, Nürnberg) identifiziert hat [1]. Zwei der drei vorhandenen Bodengruppen mit Drehschemellenkung waren offensichtlich mit den beiden noch vorhandenen Karosserien verbunden. Die abgebrochenen Einkerbungen der Karosserien befinden sich noch in den Bodenblechen. Fest verbunden waren die Bodenbleche nur hinten mit der Karosserie. Vorn wurde das Blech in die Karosserie in einen Schlitz eingeschoben und somit auch vorn von der Karosserie gehalten.

Der halbrunde Schlitz unterhalb der vorderen Stoßstange diente der Aufnahme des Bodenblechs und hielt so die Bodengruppe an der Karosserie.

Die hintere feste Verbindung mit den Karosserien ist inzwischen abgebrochen. Deutlich zu sehen ist der Zinkpestbefall beider Karosserien. Diese sind von Rissen durchzogen und stark verformt. Besonders gut zu erkennen auf dem Bild unten.

Neben den drei Bodengruppen mit der Drehschemellenkung gibt es auch noch eine mit einer Achsschenkellenkung. Diese ist natürlich wesentlich raffinierter, hätte allerdings am Heck eine andere Form der Karosserie gebraucht. Für dieses Bodenblech hätte es am Heck ähnliche Schlitze geben müssen wie unter der vorderen Stoßstange. Eine Vernietung oder das Einkerben war für diese Bodengruppe nicht vorgesehen. Wofür die Halterung hinter der Lenkung vorgesehen war, ist nicht bekannt.

Die großen Versionen des Buicks sind wahrscheinlich nie in den Handel gekommen oder es haben kaum Exemplare überlebt. Es sind nur die beiden hier vorgestellten Exemplare bekannt.

 

Das beeindruckendste KBK-Modell ist zweifellos das der Hanomag-Zugmaschine mit Hänger. Heute noch im Besitz von Günter Becker gehört zu diesem Exemplar auch ein Konvolut von Felgen und Reifen. Doch dazu gleich mehr.

Die originale Hanomag-Zugmaschine ST100 war mit einem Hänger nicht wirklich ausgelastet. So versichert auch Günter Becker heute, dass zum Modell eigentlich zwei Anhänger gehörten. Auch bei diesem Modell handelt es sich vermutlich um einen Prototypen. Aber wie ich inzwischen durch einen Hinweis von Axel Kirchner erfahren habe, wurde diese Zugmaschine 1952 in der Zeitschrift „Das Spielzeug“ von Theodor Volz vorgestellt. Wer aufmerksam diesen Blog liest weiß, dass Theodor Volz der erste war der in Berlin auch das Modell eines Mercedes W 25 von Möbius vertrieb. Weitere Exemplare die bei Sammlern aufgetaucht sind besitzen jedoch alle andere Felgen und Reifen als der hier gezeigte Hanomag. Zudem ist auch an den Seiten der Motorhaube der Schriftzug „HANOMAG“ angebracht wie an den Anhängern. Mindestens eines dieser Exemplare besitzt aber ebenfalls die KBK-Rauten über der Anhängerkupplung. Ein Uhrwerk besaß wohl keines der später hergestellten Exemplare.

Die Zugmaschine selbst sollte wohl auch ein Uhrwerksantrieb erhalten. Jedenfalls besitzt das hier abgebildete Exemplar bereits ein entsprechendes Getriebe und ein Loch an der Seite für den Aufzugsschlüssel.

Die Reifen besitzen – was die KBK-Modelle angeht – ein einzigartiges Profil. Am besten erhalten und zu erkennen am Ersatzrad hinter der Fahrerkabine. Die Zugmaschine ist nur mit diesen Reifen ausgestattet. Am Hänger gibt es jedoch von dieser Sorte Reifen nur zwei – außen an der Vorderachse. Dabei sollte man jedoch nicht außer Acht lassen, dass Becker Junior (Günter Becker) natürlich verschiedene Radwechsel vornehmen musste. Das liegt in der Natur der Sache: Günter Becker war genauso ein Tüftler wie sein Vater – und wurde später auch Ingenieur. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die Bereifung des Hängers nicht mehr die ursprüngliche ist.

Eine genauere Betrachtung des Reifenkonvolutes auf dem Hänger bestätigt diesen Verdacht. Dort befinden sich die sechs fehlenden Reifen mit dem einzigartigen Profil (links im Bild), die den Satz für den Hänger komplettieren würden.

 

Für mich persönlich am interessantesten sind natürlich die Auto-Union-Rennwagen von KBK. Und das nicht nur weil es sich hier um Rennwagen handelt, sondern weil diese auch ein großes Rätsel beinhalten. Es gibt nämlich gleich zwei Modelle eines Auto-Union-Rennwagen von KBK.

Den KBK 1300:

Und den ähnlichen KBK B1300:

KBK-B1300-1Um welchen Auto-Union-Typ es sich bei den Modellen handelt ist schwer zu sagen. Irgendwie besitzen beide Modelle Eigenschaften aller Typen. Und darüber hinaus besitzen sie Details, die keinem Auto-Union-Rennwagen entsprechen. Interessant ist aber beim Vergleich der beiden KBK-Modelle untereinander, dass sich die in der Form umgesetzten Details gleichen.

Den KBK 1300 kann man folgenderweise beschreiben. Er besitzt insgesamt eine sehr bauchige Form und eine Länge von 11 cm. Die Proportionen wirken sehr ausgewogen. Auffällig ist der stark gewölbte Kühlergrill, den es bei Auto-Union so sicher nie gab. Dem KBK 1300 fehlen die vier Ringe, das Logo der Auto-Union. Die Ausführung der Details ist sehr akkurat. Der Guss ist perfekt ausgeführt. Der KBK 1300 ist sehr dünnwandig, was von einem gewissen Know-how des Formenbauers und der Gießerei zeugt. Der schmalen Reifentyp wie auf dem Bild ist vermutlich der ursprüngliche. Denn auch hier hatte Becker Junior sicher seine Hände im Spiel. Sicher gehören die vier schmalen Reifen des Reifenkonvolutes auf dem Hanomag-Hänger (in der Mitte des Bildes) zu dem zweiten Exemplar des KBK 1300 im Besitz von Jürgen Becker. Sie sind identisch mit denen, die der KBK 1300 oben auf dem Bild besitzt. Ich möchte noch festhalten, dass ich dieses Modell für das schönere halte.

Schwachpunkt dieses Modelles ist aber die Materialermüdung in Form von Zinkpest, von dem die beiden bekannten Exemplare des KBK 1300 befallen sind.

Der KBK B1300 wirkt im Gegensatz zum KBK 1300 sehr schmal und etwas geschrumpft. Seine Länge beträgt nur 10,4 cm. Der Kühlergrill entspricht in etwa denen der Auto-Union-Rennwagen. Hinter dem Kühler prangt das Logo der Auto-Union. Das Modell ist erheblich dickwandiger. Die Details sind nicht so akkurat ausgeformt und der Guss verschlechtert das Bild noch. Besonders an den nicht lackierten Flächen ist zu sehen, dass das Gussmaterial beim Gießen zu schnell abkühlte und deshalb die Form nicht perfekt ausgefüllt hat. Man nennt das auch Kaltfluss. Dieser führt im Ergebnis zu Defekten, wie sie beim KBK B1300 beispielsweise bei den Lüftungsschlitzen auf der Motorabdeckung zu sehen sind. Der KBK B1300 ist nach meiner Beobachtung das heute häufigste Modell der KBK. Es gibt diesen Rennwagen in vielen Farben. Auf einem alten Foto aus der KBK-Zeit ist sogar ein verchromter oder vernickelter KBK B1300 zu sehen.

KBK-B1300-farben auto-union_nickel_630

lightgreen_630

Bei den hellgrünen KBK B1300 kann es sichtbare Unterschiede im Farbton geben.

Warum gab es aber zwei Modelle, die sich so sehr ähneln? Eine These besagt, dass der KBK 1300 auf der Form des KBK B1300 basiert: Die äußere Form wurde einfach erweitert, so dass die größere und besser proportionierte Form des KBK 1300 entstand. Ausgangspunkt für diese Meinung war aber, dass die Radstände der beiden Modelle gleich sind. Dem muss ich nach gründlicher Untersuchung der beiden Modelle widersprechen. Man kann die beiden Modelle fotografieren und vergleichen, aber die Optik verzerrt die Formen der Autos. Deshalb ist es aussagekräftiger die Autos zu vermessen. Dann hat man Maße, die aber zur Verdeutlichung der Unterschiede und Gemeinsamkeiten nicht sehr anschaulich sind. Ich habe deshalb beide Modelle auf einen Flachbettscanner gelegt und die Scans, die frei sind von Verzerrungen, in eine Ansicht montiert. (Klicken Sie auf das Bild um eine vergrößerte Ansicht zu erhalten.)

Wenn man nun die beiden Autos in je drei Ansichten nebeneinander betrachtet, kann man zunächst feststellen, dass die Radstände unterschiedlich sind. Auch andere Details, wie die unterschiedlichen Positionen der Fahrersitze, lassen nur den Schluss zu, dass es sich hier um verschiedene Formen handelt.
Aber so oder so ist ein Modell eine modifizierte Kopie des anderen. Fragt sich nur welches der Autos das Original ist? Welches basiert also auf dem Versuch, einen Rennwagen ohne Vorlage eines vorhandenen Modelles zu modellieren?

Dass beide Versionen ähnlich sind und scheinbar keines der Auto-Union-Rennwagen konkret wiedergegeben wird, macht die Beantwortung nicht einfacher. Wenn man sich aber alle herausgearbeiteten Details wie Lüftungsschlitze, Kühlerstutzen, Lufteinlässe usw. genau betrachtet und sich fragt, was sie jeweils darstellen sollen, dann fällt ein kleiner Stutzen rechts hinter dem Fahrersitz auf. Was soll das sein? Betrachtet man die Auto-Union-Rennwagen Typen A bis C, gibt es darauf nur eine Antwort. Es ist der Benzineinfüllstutzen wie beim Auto-Union Typ A. Dieser hat eine aufrechte zylindrische Form. Andere Elemente hat es an dieser Stelle bei Auto-Union nicht gegeben. Typ B und Typ C weisen an dieser Stelle überhaupt keine Details auf. Nur das glatte Karosserieblech ist dort zu sehen.

Detail_KBK1300

Detail_KBK-B1300

Betrachten wir nun, welches der beiden Modelle einen aufrecht stehenden Zylinder an dieser Stelle aufzuweisen hat, so stellen wir fest, dass das der KBK 1300 ist! Der Formenbauer wusste, was er da formte und wie es ungefähr aussehen musste. Der Formenbauer des KBK B1300 nahm wohl den KBK 1300 als Vorbild, wusste aber nicht genau was dieser aus der Karosserie herausstehende Stift zu bedeuten hat. So gravierte er dort lediglich eine kreisförmige Erhebung.

Ich würde sogar behaupten, dass der Formenbauer gar nicht wirklich konkret einen Auto-Union-Rennwagen formen wollte. Vielmehr wollte er einen Rennwagen formen und arbeitete Details ein, die er bei den echten Rennwagen gesehen hatte. Wir dürfen heute nicht vergessen, dass es möglicherweise 1946 nicht so einfach war Fotos oder gar technische Zeichnungen der echten Rennwagen zu bekommen, wie das heute durch das Internet möglich ist. Ich vermute, dass dem Formenbauer des KBK 1300 durchaus bewusst war, dass er nicht genau einen Auto-Union-Rennwagen umsetzt. Deshalb verzichtete der Formenbauer offensichtlich auch auf die Auto-Union-Ringe. Die Reihen mit den Lüftungsschlitzen sehen gut aus und bedienen ein Klischee. Die Form des Kühlers entspricht zwar nicht dem eines Auto-Union-Rennwagens, sieht aber besser aus als beim KBK B1300.

Ich denke wir sehen im KBK B1300 genau das, was man erwarten kann, wenn ein nicht so versierter Formenbauer anhand eines schon existierenden Modells eine eigene Form anfertigt. Alle Elemente werden zwar nachgebildet, aber in einer wesentlich schlechteren Qualität. Die Form des Kühlergrills und die AU-Ringe waren möglicherweise Anforderungen des Auftraggebers.

Wäre umgekehrt der KBK B1300 das Vorbild für den KBK 1300 gewesen, also das schlechtere Modell für das bessere, hätte der versierte Formenbauer vermutlich eher eine ganz eigene Form hergestellt, die mehr eigene Ideen beinhaltet hätte. Und eben nicht nur eine verbesserte Kopie.

Die Seriennummern sind für mich auch ein kleiner Hinweis darauf, dass es zuerst den KBK 1300 gegeben hat. Denn wenn man schon einen KBK B1300 und einen KBK B1310 produziert und auch diese Nomenklatura für geplante Modell wie den KBK B1350 beibehält, wieso sollte man dann plötzlich das „B“ weglassen? Das ist sicher kein Beweis für die Richtigkeit meiner Annahme, aber sinnvoll erscheint mir eher die Reihenfolge: erst KBK 1300 und dann KBK B1300. Ich würde sogar vermuten, dass der KBK 1300 das allererste KBK-Modell war.

Ein weiterer Hinweis sind möglicherweise die Reifen und Felgen der KBK-Rennwagen. Die Felgen, die an beiden Typen gleich sind, wurden für schmale Reifen konzipiert. So waren die angedeuteten Bremstrommel innen gut zu sehen. Später musste man aus einem nicht bekannten Grund auf einen neuen Reifentyp ausweichen. Die neuen ballonartigen Reifen verdecken aber dieses schöne Detail. Daraus sollte man schlussfolgern, dass die schmalen Reifen vor den breiten Reifen benutzt wurden. Wenn der KBK 1300 erst nach dem KBK B1300 entwickelt worden sein soll, so müssten beim KBK 1300 folglich schon die neueren Ballonreifen auf den Felgen sitzen. Solche Reifen befinden sich aber überhaupt nicht im Besitz der Beckers. Daraus folgt, dass der KBK 1300 nie diese breiten Reifen besaß und daraus folgt wiederum, dass der KBK 1300 das Modell vor dem KBK B1300 ist.

Aber unabhängig davon, welches der beiden Modelle zuerst da war, bleibt die Frage, was der Grund für eine neue Form war. Es besteht die Möglichkeit, dass die Form des ersten Modelles zerstört wurde. Vielleicht bei der Produktion oder einem Brand in der Gießerei. Fest steht, dass die Modelle in unterschiedlichen Gießereien hergestellt wurden. Während der KBK 1300 den perfekten Guss aber auch Zerfallserscheinungen besitzt, sind die KBK B1300 absolut unversehrt und stabil. Sie zeigen jedoch deutliche Spuren und Defekte in Folge von Kaltguss. Vielleicht musste man auch die Gießerei wechseln und die erste Form konnte mit den Maschinen der neuen Gießerei nicht benutzt werden. Die Gründe können vielfältig sein und vermutlich werden wir dieses Rätsel nicht mehr lösen.

Ich freue mich auf Ihre Kommentare.


Ein Größenvergleich des KBK 1300 und des KBK B1310.

 

Quellen:

[1]
Ernst Plattner: KBK – die Kurt Becker K.-G.
Zeitschrift „– epoche –“, Heft 7, Seiten 59–62
www.epoche-modellbau.de

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Alle Kommentare
  • catbar83

    01.05.2014, 10:17 Uhr

    Bonjour,

    Merci pour ces articles fabuleux. C’est un plaisir de s’instruite grâce à ça.

  • Jan Willem Blackstone

    02.05.2014, 16:10 Uhr

    Danke ; schöne geschichte

  • RoutemasterNL

    02.05.2014, 19:25 Uhr

    Besonders lesenswert und Ihre Forschung ist fabelhaft. Danke für alles

  • Magda Wunderlich

    17.03.2015, 15:18 Uhr

    Hallo,
    Konnte gerade 4 Auto Union Rennwagen
    Auf einer Auktion ersteigern.

    • Michael Spengler

      17.03.2015, 15:29 Uhr

      Großartig! Gleich vier auf einmal? Schicken Sie mir doch mal ein Foto der Schätzchen!

  • Wahl

    07.04.2016, 11:10 Uhr

    Schöner Blog.